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Walpurgisnacht

Wenn in lauer Frühlingsnacht
der bleiche Mond am Himmel wacht,
hörst du’s kichern,
tosen, brausen,
heulen, kreischen,
sirren, sausen
durch die Luft in finster Nacht.
Huahuhihi – Es ist Walpurgisnacht.

Schwefeldunst und Schierlingsdüfte.
Hexen jagen durch die Lüfte
auf dem Besen mit Geschrei
zum Hexentanz herbei.

Eulenruf und schwarze Katze.
Auf dem alten Hexenplatze
trifft sich hier in jedem Jahr
die ganze Hexenschar

Auf dem Berg in dunst’gem Feuer
zwischen altem Burggemäuuer
lodern Flammen feurig grell,
und ringsum wird’s taghell.

Da! Mit schaurigem Geheule
schreit zum Auftakt einen Eule,
und ihr Ruf hallt durch die Nacht.
Herbei! `s ist Mitternacht.

Es beginnt ein laut’ Gestöhne,
Zittern, Stampfen und Gedröhne.
Hexen tanzen um die Glut
voll Jux und Übermut.

Und sie tanzen immer schneller,
ihr Geschrei wird grell und greller.
Eine Stimme meckernd lacht.
Es lockt die finstre Macht.

Ein feiner grauer Nebelschleier
sinkt hernieder auf die Feier.
Neun mal neun – jetzt ist’s genug
mit dem Hexenspuk.

Da erklingt mit einem Male
eine Glocke fern vom Tale.
Zischend gehen die Flammen aus.
Die Hexenspieler gehn nach Haus.

© Elke Bräunling

Ein weiteres „Hexen“-Gedicht zur Walpurgisnacht findest du hier: Hexennacht

Und hier findest du eine Geschichte mit einem kleinen Sachtext, auch zur Hexennacht: Der April und die Hexe

Winterregenbogen

Hexennachtshimmel

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