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Ein Herz für Mama
Einen Kuchen will Manuel für Mama Backen. Einen Kuchen mit einem Herz

Manuel war auf Schatzsuche. Weil seine Geldbörse wie immer leer war, musste er nun seine Notmünzen finden. Die lagen überall in seinem Zimmer versteckt. Für den Notfall. Und jetzt war einer. Ein dringender, und der hieß: Muttertag.
Mama wünschte sich immer Geschenke, die kein – oder nur wenig – Geld kosteten. Eine schwere Sache! Zum Glück hatte die Traumfee in der Nacht Manuel die Idee vom Überraschungskuchen für Mama geschenkt.
Manuel war begeistert. Einen Kuchen würde er backen. Gleich nach der Schule, wenn Mama ihren Yogakurs hatte und er zwei Stunden alleine zuhause war. Und alle Zutaten würde er aus eigener Tasche bezahlen. Dann konnte keiner meckern und er hatte ein halb gekauftes und ein halb selbst gemachtes Geschenk. Ein perfekter Plan.
„Die werden alle ganz schön überrascht sein“, sagte er und blätterte in Mamas Backbuch.
Ein besonders leckeres Kuchenrezept sollte es sein. Und da war es: Schokolade-Nusskuchen. Dazu brauchte er Mehl, Zucker, Butter, Eier, Backpulver, Haselnüsse und natürlich Schokolade. Und Smarties. Damit würde er ein Herz auf den Kuchen ‚malen‘. Ein Herz für Mama.
Es waren viele Dinge, die er kaufen musste. Wie gut, dass er so viele Notmünzen gesammelt hatte.
Ein bisschen pochte Manuels Herz schneller, als er am Mittag mit seiner Einkaufstüte von der Schule kam. Das Geld hatte sogar noch für zwei rosafarbene Marzipanrosen gereicht. Sie sollten das Herz für Mama schmücken. Riesig freute sich Manuel darauf. Er hatte es sich richtig schön ausgemalt. Es fühlte sich nämlich toll an, jemanden zu überraschen.
Überrascht aber war erst einmal Manuel. Mama nämlich hatte nicht wie sonst ein schnelles Mittagessen gekocht, um danach zum Yogakurs zu gehen. Nein, sie saß gemütlich mit Tante Tanja bei Kaffee und Marmeladenbroten am Küchentisch.
„Wir schwänzen heute“, begrüßte sie Manuel fröhlich. „Du musst heute nicht alleine sein. Freust du dich?“
„Hm“, grummelte Manuel.
So ein Pech aber auch. An jedem anderen Tag hätte er sich riesig über ein Marmeladenbrot-Mittagessen mit Mama und Tante Tanja gefreut. Aber doch nicht heute! Er musste alleine sein zum Backen. Sonst war die Überraschung keine Überraschung mehr. Wie blöde aber auch!
Was sollte er nun tun?
Mit hängendem Kopf saß Manuel später draußen auf der Gartenmauer und grübelte.
„Bist du traurig, Manuel?“, fragte Nachbar Bauer.
„Ja. Nein. Ich weiß nicht“, sagte Manuel. „Ich …“
Er zögerte, dann begann er zu erzählen. All seinen Kummer erzählte er dem Nachbarn, der heute anders als sonst viel Zeit hatte. Und weil Nachbar Bauer Lust zum Backen hatte, lud er Manuel mit seiner Einkaufstüte in seine Küche ein. Zum Überraschungskuchen backen. Nein, zwei Kuchen wollten sie backen. Einen für Mama … und einen für Nachbarin Bauer.

© Elke Bräunling

Löwenzahnliebe

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