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Frohe Ostern und ein wundervolles Fest wünschen wir all unseren Besuchern.

Herzliche Grüße

Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

18Jule malt den Osterhasen

Woppy, das Känguru, hilft dem Osterhasen

In den Wochen vor Ostern war Hansi Osterhase Tag und Nacht damit beschäftigt, Ostereier bunt zu bemalen. Wenige Tage vor dem Fest musste sein Helfer Heiner Mümmel, der ihm in der Osternacht beim Eierverteilen half, zu seiner kranken Oma reisen. Hansi war ratlos. Wie sollte er es alleine schaffen, alle Eier in die Nester zu legen? Er dachte an seine Freundin Woppy, die im Zoo lebte, und hatte eine Idee:
„Vielleicht kann mir Woppy helfen?“, überlegte er. „Ich werde ihr doch gleich schreiben. Sicher wird der Zoodirektor eine Ausnahme machen und Woppy für eine Nacht frei geben.“
Und Hansi schrieb: „Liebe Woppy, heute melde ich mich mit einer sehr eiligen Bitte. Heiner Mümmel musste verreisen und ich schaffe es nicht alleine, in der Osternacht alle Eier zu verteilen. Magst du mir dabei helfen? Du könntest die Eier in deinem Beutel befördern. Außerdem machst du Riesensprünge. Gemeinsam schaffen wir es, die Nester der Kinder mit Eiern zu füllen. Zum Dank lade ich dich zum Osterfrühstück ein. Was meinst du? Viele Grüße, dein Hansi Osterhase.“
Hansi steckte den Brief in einen Umschlag, klebte eine Briefmarke darauf und warf ihn in den Postkasten. Dann machte er sich wieder ans Malen: Ein grünes Ei mit gelben Streifen, ein rotes Ei mit blauen Punkten, ein blaues Ei mit roten Herzen … Hansi malte und malte, und die Arbeit ging nun doch sehr flott voran.
Zwei Tage später kam Woopys Antwortbrief: „Lieber Hansi! Klar helfe ich dir. Auch der Zoodirektor ist einverstanden. Er hat nur zur Bedingung gemacht, dass alle Zoomitarbeiter ein Osterei bekommen. Das wird sicher möglich sein, oder? Ja, und am Ostersonntag muss ich um zehn Uhr wieder im Zoo sein, denn da kommen immer besonders viele Kinder. Deine Woppy“
Hansi freute sich sehr und machte sich am Abend vor Ostern auf den Weg zum Zoo.
Woppy erwartete ihn bereits. Sie trug eine Mütze und Handschuhe. In Deutschland war ihr in der Frühlingszeit ein wenig kühl.
„Toll, dass du mir hilfst“, begrüßte Hansi sie. „Ich dachte nämlich schon, ich müsste die Kinder dieses Jahr enttäuschen.“ „Das kommt doch gar nicht in den Beutel!“, protestierte Woppy. Hansi sah sie verdutzt an. „Wieso in den Beutel?“, fragte er.
Woppy grinste. „’Ihr sagt: Das kommt mir gar nicht in die Tüte’! Und bei mir heißt es eben ‚Beutel’“, meinte sie. Da lachte Hansi, bis ihm die Tränen kamen. Woppy war eine zu lustige Kängurudame. „Wir werden heute Nacht sicher viel Spaß haben“, prustete er fröhlich.
Und den hatten sie auch. Woppy konnte sehr viele Eier in ihrem Beutel tragen, viel mehr als Hansi in seiner Kiepe. Und sie schafften es, alle bunt bemalten Ostereier pünktlich in die Nester zu legen. „Woppy, du bist die Beste!“, lobte Hansi seine Freundin. Woppy freute sich sehr über das Lob. „Danke schön! Und nächstes Jahr helfe ich dir wieder, einverstanden?“
Klar, seitdem macht sich Hansi Osterhase keine Sorgen mehr um das Ostereierverstecken.

© Regina Meier zu Verl

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